Große Steine

Megalith - altgriechisch μέγας (mégas) „groß“ und λίϑος (líthos) „Stein“ bedeutet einfach großer Stein.

Die Trichterbecherkultur - benannt nach der Form der Tongefäße - erbaute diese Bauwerke vor 4000 bis 5000 Jahren. Es waren die ersten Bauern in diesem Teil der Welt. Die Bauten sind wohl Gräber, wohl auch Landmarken, die Menschen und Orte binden, gelegentlich aber auch zur Beobachtung der Sterne und Sonne und Mond.

 

Megalithen - Karlsteine bei Osnabrück-Haste

Megalithen-Serie



© Christoph Bornewasser - siehe auch www.christoph-bornewasser.de






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Megalithen - Die Hunebedden von Drente & Groningen

D8 Anloo Noord

In den Niederlanden befinden sich 53 Großsteingräber oder wie die Niederländer sagen: Hunebedden, Hünenbetten. 52 davon in der Provinz Drenthe, eines knapp in der Provinz Groningen. Und, obwohl ich immer wieder in den Niederlanden war, in Groningen, in Bourtange, in Winschoten, Ter Apel und in Emmen, habe ich erst durch ein grenzübergreifendes Projekt des Emslandes und der Provinz Drenthe von den Hünenbetten erfahren. 2011 besuchte ich die Gräber, die eher nördlich von Borger liegen, 2016 die eher südlich liegenden. Das sind alle Grabanlagen im Hondsrug, einem Geestrücken, der sich von Emmen nach Groningen zieht. Er ist gut 70 km lang und 20 m über dem Meeresspiegel. Damit erhebt er sich deutlich über das östlich sich anschließende Moorgebiet, das sich bis zur Ems zieht. Offenkundig siedelten hier schon in der Steinzeit Menschen und schufen diese Grabstätten. Und damit ist es das Gegenstück zu dem Hümmling auf deutscher Seite, welcher ebenso mit Hünengräber gespickt ist.

Die Niederländer behandeln ihre Hunebedden heute mit einer großen Zuneigung und Fürsorge. Alle Gräber liegen auf öffentlich zugänglichem Land, das in aller Regel dem Rijk (dem Staat) oder der Provincie (der Provinz) gehört. Es sind meistens gepflegte Anlagen, nicht immer ausgeschildert aber durch entsprechende Bücher oder Internetquellen gut zu finden. Im Zentrum des Hondsrug liegt Borger mit dem Hunebed-Centrum, einem sehr interessanten Museum zu den Hünengräbern. Dort kaufte ich mir ein spannendes Buch, das alle Gräber beschreibt und ihre genaue Position verzeichnet. Nach dem habe ich bislang alle Gräber gut gefunden.

D21 Bronneger West

Witziger Weise haben die Niederländer ihre Gräber durchnummeriert: G für Groningen, D für Drenthe, werden sie von Nord nach Süd durchnummeriert: D1, D2, D3... und so fort.  Es gibt noch drei, die ich nicht besucht habe: Bei Diever eines (D52) und zwei bei Havelte (D53 und D54). Neben den vorhandenen Gräbern werden auch die Standorte verschwundener, zerstörter Gräber geführt.

G1 De Steenbarg - Noordlaren D13 De Stemberg - Eexter Grafkelder D17 's Duvels Kut - Rolde (im Hintergrund D18) D49 De Papeloze Kerk - Schoonoord (halbseitig rekonstruiert)

Laut den Infotafeln gibt es kaum ein Grab in den Niederlanden, welches einen "alten" Namen oder eine damit verbundene Geschichte habe. Benannt sind sie meist nach dem Ort, wo sie stehen. Nur vier Gräber haben einen Namen: G1 bei Noordlaren hieß "De Steenbarg" und D13 bei Eext "De Stemberg". D17  bei Rolde trug laut einem Bericht von 1547 den Namen "'s Duvels Kut" und stellt das Grab damit in die verbreitete Tradition in den Grabanlagen das Wirken des Teufels zu sehen.  D49 bei Schoonoord heißt "De Papeloze Kerk", weil hier zur Zeit der Besatzung durch die Spanier "priesterlose" Gottesdienste abgehalten wurden.

Es sind im wesentlichen längliche große Ganggräber, gelegentlich mit einer Umfassung - häufig von beeindruckender Größe. Zu einem guten Teil unvollständig.

Siehe auch » Hunebed-Centrum

Von den Bischofsbrücker Teufelssteinen zu den Plingenberger Steinen



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Herbst 2016 - Megalithen auf Instagram



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Megalithen - Baurnadomeeny - Dermot and Grainna’s Bed - 1982



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Megalithen



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